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Simmerringe sind unverzichtbare, vielfältig einsetzbare Bauteile

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Simmerringe

Simmeringe werden auch Wellendichtringe genannt. Dieser radiale Wellendichtring ist aus verschiedenen Thermoplastwerkstoffen und aus Elastomerwerkstoffen erhältlich. Außer Standardbauformen sind Wellendichtringe auch als Sonderbauformen in verschiedenen Varianten verfügbar.

Verschiedene Varianten von Wellendichtringen

Simmerringe werden generell in radiale und axiale Wellendichtungen unterschieden. Radiale Wellenabdichtringe dichten Wellen in radialer Richtung ab. Sie sind sowohl für Links- und Rechtslauf einsetzbar. Um Gehäuse beziehungsweise Räume mit hohen Druckunterschieden abzudichten, werden Sonderbauformen Simmerringe benötigt.

Radiale Simmerringe sind aus dem Werkstoff Elastomer gefertigt und mit einer Wurmfeder, einem Versteifungsring und einer scharfkantigen, spezifisch geformten Dichtlippe bestückt. Diese einbaufertigen Simmerringe werden zum hauptsächlich in der Fahrzeugindustrie und im Maschinen- und Apparatebau eingesetzt.

Axiale Wellendichtringe dichten an einem axial ausgerichteten Gehäuseteil und nicht direkt an der Welle ab. Typische Ausführungen sind Gammaringe und V-Ringe. Bei diesen beiden Ausführungen wirkt die Dichtlippe mit geringer Reibung in axialer Richtung. Zusätzlich wird eine Schleuderwirkung gebildet. Gamma-Ringe bestehen aus einem Metallring und einem Dichtungselement aus Elastomer. Der metallische Ring stützt den Gummiwerkstoff und verhindert Beschädigungen des Simmerrings.

Aus Vollgummi gefertigte V-Wellendichtringe werden überwiegend zum drucklosen Abdichten von rotierenden Wellen verbaut. Die v-förmig geformte Dichtlippe wirkt axial. Trotz der simplen Bauweise dichten axiale Simmerringe effizient gegen Schmiermittel, Spritzwasser und Schmutz ab und schützen Lager in abrasiven Umgebungen. Als Vorteil dieser Variante ist zu nennen, dass ein V-Simmerring nur minimale Reibung entwickelt. Aufgrund der Zentrifugalkraft löst sich die Dichtlippe bei hohen Drehzahlen ab. Bei einem V-Simmering handelt es sich deshalb um einen sogenannten berührungslosen Abdichtring, der Schmutz geschleudert. Durch den Einbau dieser Variante lassen sich Verlustwerte auf ein Minimum reduzieren und an der Dichtstelle Verschleiß vermeiden. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung ist, dass V-Ringe auch in engen Umgebungen einfach montierbar sind und dass Sie bis zu einem bestimmten Grad auch bei Schiefstellung und Mittenversatz zuverlässig abdichten.

Simmerringe kaufen – Aspekte die zu beachten sind

Relevante Faktoren, die beim Kauf von Simmerringen beachtet werden müssen, sind:

– Druck, der auf den Wellendichtring einwirkt
– Einwirkung von chemischen Einflüssen
– Temperatur des Mediums (wird vom Material bestimmt)
– Wellengeschwindigkeit
– Temperatur, die durch Reibung unter der Dichtstelle entwickelt wird
– Wellenrauigkeit
– Wellenhaerte

Nur wenn diese Aspekte beachtet werden, lassen sich Schäden und Leckagen zuverlässig vermeiden und die maximale Nutzungsdauer des Simmerrings erhalten. Aufgrund der großen Auswahl untererschiedlicher Materialien ist die Auswahl der perfekt geeigneten Wellenabdichtungen nicht leicht.

Aus Perbunan gefertigte Dichtlippen zeichnen sich durch hervorragende Verschleißfestigkeit und optimale Laufeigenschaften aus.

Simmerringe aus Polyacrylat sind beständiger gegen Chemikalien, Öl und Wärme als Wellendichtungen aus Perbunan.

Wellendichtringe aus Viton bieten eine hohe Temperaturbeständigkeit und Chemikalienbeständigkeit.

Simmerringe aus Silikon werden mehrheitlich in niedrigen Temperaturbereichen verbaut. Der Nachteil von Silikon ist, dass dieses Material beim Einbau leicht beschaedigt werden kann.

Polytetrafluorethylen ist hoch beständig gegen Chemikalien und nicht verschleißfest bei dynamischen Anwendungen.